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Äthiopien März 2018


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Äthiopien – Die Wiege der Menschheit präsentiert sich bunt und facettenreich

Äthiopien als Reiseland? Wie ich in vielen Gesprächen festgestellt habe, geht es den meisten Altersgenossen wie mir vor meiner Reise. Unser Bild ist geprägt durch die Berichte über Dürre, Hunger und Elend, die während unserer Kindheit/Jugend im Fernsehen gesendet wurden.

Armut gehört auch heute noch zu Äthiopien, gleichzeitig ist es aber eines der vielfältigsten Länder Afrikas:
• Es ist Heimat unserer Urur(…)Ahnin Lucy, die vor etwa 3,2 Millionen Jahren lebte und deren Knochen heute im Nationalmuseum zu sehen sind.
• Es gibt abwechslungsreiche, faszinierende Landschaften.
• Äthiopien ist die Heimat des Kaffees und die typische Kaffeezeremonie zeugt auch heute noch vom Respekt, mit der Kaffee hier behandelt wird.
• Ruinen und Bauwerke zeugen von frühen Hochkulturen und mächtigen Reichen.
• Äthiopien war eines der ersten christlichen Länder der Welt und die äthiopisch-orthodoxe Kirche hat einige Besonderheiten bewahrt.
• Auf den Straßen taucht man ein in das pralle afrikanische Leben.
• Äthiopien ist ein sicheres Reiseland.

Neun Orte hat die UNESCO in Äthiopien zum Welterbe erklärt. Das ist afrikanischer Rekord. Während einer Reise alle diese Orte aufzusuchen, ist bei einem Land, das etwa die dreifache Ausdehnung Deutschlands hat, kaum möglich. Aber bei der „Lalibela“-Reise von Chamäleon schafft man immerhin fünf von ihnen:
• Axum
Der als Stelenpark bekannte Friedhof der axumitischen Könige ist Weltkulturerbe. Das axumitische Reich entstand im 2. Jh. v. Chr. Und umfasste während seiner Blütezeit Nordätiopien, Eritrea, Nordost-Sudan und den südlichen Teil der arabischen Halbinsel.
Zudem ist Axum das wichtigste religiöse Zentrum der äthiopisch-orthodoxen Kirche. Hier wird die Bundeslade aufbewahrt, die Menelik, Sohn von König Salomon und der Königin von Saba, aus Israel entwendet hat.
• Simien Mountains National Park
Atemberaubende Berglandschaft, Blutbrustpaviane und das höchstgelegene Hotel Afrikas (3.250 Meter)
• Paläste der Kaiserstadt Gondar
Aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen die Ruinen, die den Beinamen „Camelot Afrikas“ tragen. Der Schotte James Bruce beschreibt in seinem Bericht „Reisen zur Entdeckung des Nils“ das Leben am Hof während seines Aufenthalts 1768-1773.
• Felsenkirchen von Lalibela
da fehlen die Worte, diese Bauwerke muss man selbst gesehen, nein, erlebt haben
• Kulturlandschaft der Konso
terrassierte Felder und befestigte Dörfer legen Zeugnis einer jahrhundertealten Tradition ab

Ja, in vielen Bereichen scheint die Zeit in Äthiopien stehen geblieben zu sein. Dies gilt auch für die Kaffeezeremonie, die man nicht nur in Hotels und Restaurants, sondern insbesondere an vielen Ständen am Straßenrand zelebriert. Wird ein Kaffee bestellt, so werden die Bohnen über einem Holzkohlenfeuer geröstet. Der Duft der frisch gerösteten Bohnen wird dem Gast zugefächelt, bevor diese im Mörser zu Pulver zerstampft werden. Während der Kaffee kocht, wird Weihrauch angezündet. Ist der Kaffee fertig, wird er mit einem Lächeln in kleinen Tassen auf einem Tablett serviert, das mit Gras belegt ist, denn etwas grünes gehört unbedingt zu einer echten Kaffeezeremonie.

Das Leben spielt sich zum großen Teil auf der Straße und vor den Häusern an der Straße ab. Dadurch ist man als Tourist nicht auf Distanz, sondern gleich mittendrin im prallen afrikanischen Leben. Das fängt schon im Fahrzeug an. Oft ist es für den Fahrer mühsam, zwischen den Kühen, Ochsen, Eseln, Ziegen und Schafen durch zu kommen, die zur Weide oder zur Tränke getrieben werden. Trotzdem überholen Überlandbusse und Sammeltaxis ungeduldig hupend, auf deren Dächern auch lebende Ziegen und Hühner transportiert werden. Die Hirten haben oftmals Stock oder Speer in der einen, das Smartphone in der anderen Hand. Frauen tragen Trinkwasser in großen Kanistern auf dem Kopf nach Hause, Kinder winken fröhlich und rufen „Ferenji!“, wie hier alle Weißen bezeichnet werden.

Und wenn unser Kleinbus anhält und wir aussteigen, um ein paar Fotos zu machen, dann dauert es nicht lange und wir sind umringt von den Kindern, den Frauen und Männern, die gerade auf der Straße unterwegs sind und von Kindern, die schnell angelaufen kommen, um die „Ferenji“ zu bestaunen. Ein Junge hat einen Ball dabei, der aus Stoffresten zusammengenäht ist. Ich deute darauf und schon beginnt ein wildes Fußballspiel mitten auf der Straße. Andere freuen sich, wenn sie fotografiert werden und ihr Bild im Display unserer Kameras sehen können.

Noch besser wird es beim Besuch von Wochenmärkten, zu denen die Menschen kilometerlange Fußmärsche in Kauf nehmen, um ihre Waren und Tiere anzubieten oder/und einzukaufen: Obst, Gemüse, Getreide, Zuckerrohr, bunte Tücher, Töpfer- und Flechtwaren, Seile, Messer, Speerspitzen, selbstgebrannter Schnaps, Kühe, Rinder, Esel, Ziegen, Schafe, Hühner …. Während wir uns ins bunte Treiben stürzen und fasziniert das Handeln und Feilschen beobachten und fotografieren, werden wir selber bestaunt. Plötzlich spüre ich eine Hand in meiner. Ein kleiner Junge hat sich ein Herz gefasst und ist nun mein Begleiter über den Markt. Dabei strahlt er über das ganze Gesicht. Erst am Bus trennen sich unsere Wege wieder. Berührungsängste sollte man in Äthiopien also nicht haben. Angst, bestohlen zu werden, ist jedoch fehl am Platze (sofern man die Regeln, die zu Hause selbstverständlich sind, beachtet und Wertgegenstände nicht zu offen zeigt oder gar irgendwo liegen lässt), denn gegenüber unseren Taschen wird auch im dichtesten Gedränge Distanz gewahrt.

Natürlich gibt es auch mobile Straßenhändler, die uns bei unseren Stopps Früchte und Souvenirs anbieten und Kinder, die nach Geld und Kugelschreibern fragen. Aber auch wenn wir nichts kaufen und geben, wird die Stimmung nicht so aufdringlich und aggressiv, wie ich es manchmal in anderen Ländern erlebt habe. Es bleibt immer etwas Distanz und Respekt.

Auf unserer Reise haben wir nur einen kleinen Einblick in dieses vielfältige Land bekommen können. Für mich ist klar: Ich muss da nochmal hin.

 

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