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Marokko Oktober 2015

Eine Quizfrage vorneweg: Eine Woche Kultur & Natur, Stadt & Land, Berge & Meer, Erlebnis & Entspannung und dass bei angenehmen Temperaturen im Oktober, ohne tagelange Anreise..., wo und wie geht das? Zugegeben eine rhetorische Frage, da die Antwort bereits im Titel dieses kleinen Reiseberichts steht, in Marokko geht das!

Konkret, eine 8-tägige "Schnupper"Reise in den Süden des nordafrikanischen Königreichs. "Schnupper"Reise, weil man in 8 Tagen nicht allen besuchten Orten vollends gerecht werden kann und man für diese Reise gut und gerne auch 10 oder 14 Tage veranschlagen könnte. Marakesch, Atlas-Gebirge, Essaouira und Agadir lauteten die Stationen einer in jeder Beziehung beeindruckenden Woche.Los ging's mit einem komfortablen Direktflug der Air Berlin von Düsseldorf direkt nach Marakesch, die faszinierende Stadt der Geschichtenerzähler und Schlangenbeschwörer. Auf der kurzen Fahrt in die Stadt staunt man über die Esels-Fuhrwerke rechts und links der Straße. Wenig später realisiert man, dass es sich hierbei nicht um exotische Überbleibsel aus längst vergangenen Zeiten handelt. Hat man sich nicht für eines der zahlreichen Luxus-Hotels am Stadtrand, sondern für ein Riad-Hotel in der Medina, der Altstadt, entschieden, müssen die letzten Meter zu Fuß zurück gelegt werden. In den engen Gasse der Medina hat kein Auto mehr Platz. Fahrräder, Mopeds, Handkarren und eben Esels-Fuhrwerke dominieren das Straßen..., oder besser Gassenbild.

Riads-Hotels sind umgebaute Stadthäuser. 4, 5, 6 Zimmer, manchmal auch mehr, hinter schweren Holztüren und unscheinbaren Fassaden, oft in dunklen und nur schwer zu findenden Gassen. Spätestens wenn die schwere Holztüre hinter einem ins Schloss gefallen ist, taucht man ein, in eine faszinierende fast surreale fremde Welt. Keine sechs Stunden nach dem Start in Düsseldorf, fühlt man sich wie in einer Geschichte aus 1001er Nacht, wohlwissend, dass Marakesch nicht in Arabien, sondern in Nordafrika liegt.

"Unser" Riad lag in der Nähe des Marakesch Museums. Nicht unpraktisch, wie wir bald feststellten, denn ohne zwei, drei, vier Mal fragen, findet man sein Riad einfach nicht wieder, so verwirrend ist das Gassengewirr. Und bei geschätzten 1000 Riads in der Stadt wird man so schnell Niemanden finden, der mit einem Riad-Namen etwas anfangen kann, da hilft eine bekannte Sehenswürdigkeit ungemein. "Unser" Riad überzeugte zudem durch eine individuelle Einrichtung, sowie einer wunderschönen Dachterrasse mit herrlichem Blick über die Stadt.

Die folgenden zwei Tage habe wir uns treiben und mitreißen lassen. Herausragende Sehenswürdigkeiten, das geschäftige Treiben in den Gassen und Souks, das abendliche Spektakel auf dem Jamaa al Fna, wie auch die ruhige Atmosphäre unseres Riads haben uns völlig 'geflasht'!

Nichts desto trotz haben wir uns nach zwei Tagen aufgemacht, den Süden Marokkos zu entdecken. Per Mietwagen führte die Reise in den Südosten von Marakesch, an den westlichen Rand des Atlas-Gebirges. Mit Blick auf den Tukbal, den mit 4700 m zweithöchsten Bergs Afrikas, habe wir in der Nähe von Asni in einem Kasbah Hotel, ein kleinem Landhotel übernachtet. In der Region leben Berber, eine der größten ethnischen Gruppierungen des Landes. Die hügelige Landschaft ist überwiegend bewaldet und bietet vor allem im abendlichen Licht fantastische Ausblicke und Fotomotive. Am nächsten Morgen haben wir Imlil besucht. Der Ort auf ca. 1800 m Höhe ist Ausgangspunkt für Trekking- und Bergsteigertouren ins Atlas-Gebirge. Der Toubkal lässt sich von hier aus geführt in 3 Tagen besteigen. Zahlreiche Wander- und Bergführer bieten vom 2-stündigen Spaziergang zu einem Wasserfall bis zur 8-tägigen Trekkingtour mit Muli-Begleitung zahlreiche Programme in der beeindruckenden Bergwelt an.

Besonderer Übernachtungstipp in der Region ist das Kasbah Turandot. Der britische Unternehmer, Abenteurer und Multi-Millionär Sir Richard Branson hat hier aus einem verfallenen Anwesen eines seiner ganz besonderes Hotel gemacht. Ein luxuriöses Hideaway für höchste Ansprüche!

Nächstes Ziel unserer Tour war die Küstenstadt Essaouira, ca. 3 Autostunden westlich von Marakesch. Den besonderen Charme des lebendigen Fischerorts mit seiner beeindruckenden Medina haben schon in den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Musikerlegenden wie Jimi Hendricks und ?? für sich entdeckt. Auch der BAP-Sänger Wolfgang Niedecken oder Annie Lennox sind bekennende Fans der ??-Einwohner-Stadt. Auch hier haben wir uns für ein Riad mit Charme in der Medina entschieden. Je nach Lage bietet sich von den oft vorhandenen Dachterassen tolle Ausblicke über die verwinkelte Altstadt auf den tosenden Atlantik. Die oft intensive Brandung macht Essaouira auch zum Mekka für Wellenreiter. Unfassbar emsiges Treiben herrscht am frühen Abend im Fischereihafen, wenn ein Kutter nach dem anderen einläuft und in Windeseile mit dem Abladen des Fangs begonnen wird.
Genauso wuselig geht es am Vormittag in den Medina-Gassen zu, wenn die Einheimischen ihre Einkäufe erledigen und Touristen auf der Suche nach Fotomotiven und Souvenirs die engen Gassen durchschlendern. Deutlich ruhiger und gelassener geht am langen Sandstrand zu, der sich gleich am südlich Altstadtrand beginnt.

Letzte Station unseres Marokko-Ausflugs war Agadir, das größte und wichtigste touristische Zentrum des Landes. Marokkanische wie internationale Touristen finden hier an einem fantastischen fast 8 Kilometer langem Sandstrand eine gepflegte Hotellerie, überwiegend im 3 bis 5-Sterne Bereich. Unsere Empfehlung für erholsame Tage nach abwechslungsreicher Rundreise ist der Robinson Club Agadir, ganz am Ende des langen Strandes, in direkter (aber nicht sichtbarer) Nachbarschaft zur Sommer-Residenz der königlichen Familie. Das Robinson-typische Sport- und Wellness-Angebot und die ausgezeichnete Gastronomie bieten beste Voraussetzungen für sportliche-aktive wie erholsame Urlaubstage.

Von Agadir startete dann auch unser Direktflug zurück in den trüben deutschen Herbst-Alltag. Im Gepäck neben ganz besonderen Erinnerungen auch der, vor Ort lieb gewonnene Minztee, in der alkoholfreien Medina von Marakesch auch Whiskey Marocain genannt!

von:

Ralf Trilsbeek

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