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ReiseArt

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PlasticRoads“: Die Straßen der Zukunft?

Der heiße Sommer hat es zusätzlich verdeutlicht: Viele Straßen in Deutschland sind sanierungsbedürftig. So führte die große Hitze auf mehreren Autobahnen zu so genannten „Blow Ups“, das heißt, dass sich an manchen Stellen Fahrbahnplatten gefährlich verschoben oder ausknickten. Die Folge waren Baustellen, um die gröbsten Mängel kurzfristig zu beseitigen, sowie Geschwindigkeitsbeschränkungen, um die Fahrbahnen zu entlasten und weiteren Schäden vorzubeugen. Aber auch unabhängig vom Wetter befinden sich viele Fernstraßen hierzulande in keinem allzu guten Zustand. Der ADAC verweist auf einen Bericht des Verkehrsministeriums, wonach sich 17 Prozent der Autobahnen in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand befänden. Bei den Bundesstraßen wären es sogar 35 Prozent.

Angesichts dieser Zahlen liest sich ein neues Straßenbaukonzept aus den Niederlanden wie eine Wunderlösung. Dort hat das Bauunternehmen VolkerWessels die Idee komplett durchgespielt, wie es wäre, Straßen künftig gemäß der „Cradle to Cradle“-Philosophie zu 100 Prozent aus recycelten Plastikabfällen zu bauen. Das Ergebnis ist verblüffend. Die konzeptionierten „PlasticRoads“ würden nicht nur Altplastik in einem großen Maße einer sinnvollen Verwendung zuführen, sondern laut Unternehmen auch gegenüber dem herkömmlichen Bau von Straßen eine ganze Reihe erheblicher Vorteile bieten. So sollen Plastikstraßen insgesamt mit deutlich weniger Belastungen für die Umwelt und schneller zu bauen sein als herkömmliche. Hierzu würden außerdem die Teile weitestgehend vorproduziert, so dass sie an Ort und Stelle nur noch zusammengefügt werden müssten. Auch die Haltbarkeit soll deutlich über Asphalt und Beton liegen und gegenüber konventionellen Straßen etwa dreimal so lang sein. Ein weiteres Versprechen betrifft die Instandhaltung, die demnach nur noch einen Bruchteil dessen ausmacht, was heutzutage notwendig ist. Und selbst sehr hohe oder niedrige Temperaturen sollen einer PlasticRoad kaum etwas ausmachen, da sie eine Bandbreite von minus 40 bis plus 80 Grad Celsius Außentemperatur problemlos wegstecken kann.

Ein weiterer Vorteil ist die geplante Leichtbauweise, die unter der Fahrbahn einen Hohlraum vorsieht. Dieser könnte dazu genutzt werden, um Regenwasser abzuleiten oder mit einem deutlich geringeren Aufwand als bislang üblich Kabel und Rohrleitungen zu verlegen. Zusätzliche Innovationen sind nicht ausgeschlossen, zum Beispiel eine mit Solarstrom beheizte Fahrbahndecke gegen Glatteis.

So schön all diese Visionen auch sind, es wird wohl noch eine ganze Weile vergehen, bis Autos über eine PlasticRoad rollen, obwohl die Stadt Rotterdam bereits ankündigte, das Projekt mit einem Standort für die erste Straße unterstützen zu wollen. Bis es aber soweit kommen kann, sucht VolkerWessels Projektpartner aus der Plastik- und Recyclingindustrie sowie aus der Forschung. Zudem muss noch an wesentlichen Details gearbeitet werden. Auf der Agenda steht unter anderem die Entwicklung einer Fahrbahnoberfläche, die so beschaffen ist, dass sie möglichst wenig Geräusche verursacht, sobald sie von Fahrzeugen genutzt wird, zugleich jedoch genügend Reibung bietet, um die Gefahr von Aquaplaning möglichst gering zu halten, und außerdem bei einem Autobrand keine Schadstoffe freisetzt.