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ReiseArt

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Patent: Rettungskapsel für Passagierflugzeuge


„Warum gibt es eigentlich keine Fallschirme in Passagierflugzeugen?“ – das ist eine gern gestellte Frage in Flugangstseminaren. Hierfür gibt es verschiedene Gründe: Zum einen beträgt die Reisehöhe eines Passagierfliegers rund 10.000 Meter, während die ideale Höhe für einen Fallschirmabsprung gerade einmal bei 3.000 bis 5.000 Metern liegt. Auch lässt sich ein Fallschirm ohne entsprechende Ausbildung nicht sicher bedienen. Und aufgrund der Bauweise der Druckkabine und der Konstruktion der Flugzeugtüren wäre ein Absprung schon rein technisch, aber auch vom Ablauf her nicht ohne weiteres möglich. Hinzu kommt, dass Passagiermaschinen, selbst wenn alle Triebwerke komplett ausfallen, über eine beträchtliche Strecke segeln und sicher notlanden können, anders als beispielsweise ein Kampfjet. Eine Notlandung, die von den Piloten regelmäßig trainiert wird, wäre einem untrainierten Fallschirmsprung aus 10.000 Metern Höhe also in jedem Fall vorzuziehen.

Doch die Idee mit dem Fallschirm für mehr Flugsicherheit lässt so manchen nicht los. So hat der ukrainische Luftfahrtingenieur Vladimir Tatarenko ein Konzept vorgestellt, bei dem sich die Passagierkabine im Notfall, zum Beispiel bei Komplikationen im Cockpit, vom Flugzeug abtrennt und mit großen Fallschirmen sicher zu Boden segelt. Auch das Gepäck der Passagiere ist in dieser Rettungskapsel untergebracht. Laut Tatarenko wären Fluggäste durchaus dazu bereit, mehr Geld für das Ticket zu zahlen, wenn das Flugzeug über ein entsprechendes System verfügt.

Das Patent für seine Erfindung hat sich der Ingenieur bereits gesichert, doch gibt es von vielen Seiten Bedenken: So ist die Wasserlandung in Tatarenkos Entwurf eingeplant, was passiert aber, wenn die Rettungskapsel mitten in der Stadt oder in den Bergen herunter kommt? Navigieren lässt sie sich momentan nicht. Auch müssten Pilot und Copilot im flugunfähigen Cockpit verbleiben, wenn sie nicht rechtzeitig in die Kabine gelangen. Und wenn in der Kabine selbst ein Brand ausbricht, helfen auch die Fallschirme nicht mehr. Bleibt auch die Frage, wie anfällig das System der abtrennbaren Kabine für technische Fehler ist – nicht dass die eigentliche Rettungskapsel am Ende selbst zum Absturz führt. Die baldige Serienproduktion seines Konzepts hält übrigens auch der Erfinder für unwahrscheinlich, allerdings vor allem weil die Produktion eines für Tests erforderlichen Prototyps enorm teuer wäre. Doch Tatarenko hat schon viele Ideen für mehr Flugsicherheit zu Papier gebracht. Die abtrennbare Rettungskapsel wird sicher nicht seine letzte gewesen sein.