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ReiseArt

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Neue Patente für Flugverkehr

Innerhalb von ein bis zwei Stunden von Frankfurt nach New York jetten anstatt wie bisher in acht bis neun Stunden? Für viele wäre das ein Traum, denn die gewonnene Zeit würde nicht nur Geld sparen, sondern auch Stress reduzieren. Ein neues Patent, das Flugzeugbauer Airbus kürzlich angemeldet hat, macht Hoffnung: Dessen „Ultraschnelles Luftfahrzeug“ hätte eine Reisegeschwindigkeit von 4,5 Mach, also dem 4,5-Fachen des Schalls, und wäre damit doppelt so schnell wie die Concorde. Für dieses unglaubliche Tempo sorgt eine Kombination von drei Antriebssystemen: Zwei herkömmliche Strahltriebwerke sitzen unter dem Rumpf des Flugzeuges, am Heck befindet sich ein Raketenantrieb und unter den Tragflächen sind zwei Staustrahltriebwerke oder auch „Ramjets“ angebracht.

Unterwegs mit 4,5-facher Schallgeschwindigkeit

Die Strahltriebwerke sollen die Maschine beim Rollen auf dem Boden sowie beim Start antreiben. Kurz bevor das Flugzeug Mach 1, also Schallgeschwindigkeit erreicht, werden die Strahltriebwerke in den Rumpf eingefahren. Die Flossen am Heck (Höhenruder), die bisher waagerecht ausgerichtet waren, werden dann senkrecht zu den Flügeln gedreht. Daraufhin zündet das Raketentriebwerk, wodurch der Jet fast senkrecht wie eine Raumfähre steigt und das Flugzeug in eine Reisehöhe von rund 30 Kilometern bringt. Zum Vergleich: Die Concorde war in einer Flughöhe von rund 20 Kilometern unterwegs, während moderne Passagierjets sich zwischen 10 und 15 Kilometern Reisehöhe bewegen. Wenn in der Phase des Senkrechtfluges die Schallmauer durchbrochen wird, breitet sich der laute Knall, der hierbei entsteht, horizontal anstatt vertikal aus und ist so auf der Erde kaum zu hören. Somit wäre das „Ultraschnelle Luftfahrzeug“ auch deutlich leiser als die Concorde, die zuletzt wegen ihrer Lautstärke nur für Transatlantikflüge zugelassen war, bevor die Überschallflüge für den Personenverkehr 2003 eingestellt wurden.

Der Antrieb soll mit flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff funktionieren. Das Flugzeug wäre somit also nicht nur schneller und leiser als eine Concorde, sondern auch umweltfreundlicher. Einziger Haken: In dem Überschall-Jet wäre laut Patent nur für rund 20 Passagiere Platz, weshalb sich das Konzept eher für Business Traveller und VIPs oder aber für militärische Zwecke eignet. Ob das „Ultraschnelle Luftfahrzeug“ tatsächlich auf den Markt kommt, ist ungewiss. Das neue Patent ist eines von hunderten, die Airbus jedes Jahr anmeldet und auf Forschungs- und Entwicklungskonzepten beruhen.

Auch andere Flugzeughersteller wie Boeing arbeiten an einem Concorde-Nachfolger. Das Problem jedoch bleibt die Wirtschaftlichkeit des Überschallfluges im Personenverkehr. Die Concorde flog laut Expertenmeinungen nie gewinnbringend, sondern war lediglich ein Prestige-Projekt.

Kleiner Kernreaktor an Bord

Ein weiteres neues Patent, das Boeing kürzlich angemeldet hat, scheint sogar noch unwirklicher: Durch einen Laser-Kernfusion-Antrieb sollen Flugzeuge (oder auch Raumfahrzeuge und Raketen) zukünftig weitestgehend ohne externe Energiezufuhr auskommen. Die Kernreaktion wird über die radioaktiven Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium ausgelöst, die im Triebwerk mit Laserstrahlen beschossen werden. Die entstehenden Gase würden als Schub für den Antrieb genutzt. Das Triebwerk würde sich zudem selbst befeuern: Die Wände der Brennkammer sind mit Uran 238 beschichtet. Wird das Uran von angeregten Neutronen getroffen, kommt es zu einer Spaltreaktion, bei der Hitze freigesetzt wird. Diese wiederum verdampft ein Kühlmittel, was einen Generator für das Lasersystem antreibt.

Allerdings sagt das Patent nichts über die Nachteile des Antriebs aus: Bei der Spaltung von Uran 238 entsteht Plutonium 239 als radioaktives und hochgiftiges Abfallprodukt, das eine Halbwertszeit von mehr als 24.000 Jahren hat. Wohin soll dieses Material entsorgt werden? Hier gilt es noch sehr viele Herausforderungen zu bewältigen, bevor eine solche Technik tatsächlich zukunftsfähig wäre.