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ReiseArt

Lufthansa City Center

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Zu Discountpreisen über den Atlantik

Hauptsache billig?

Seit rund zwanzig Jahren wird der europäische Flugverkehr durch Billigflieger aufgemischt, die Langstrecke blieb von der aggressiven Konkurrenz jedoch lange verschont. Zwar gab es durchaus Versuche, längere Flüge zu günstigen Preisen anzubieten; dem enorm hohen Kostendruck hielt jedoch kein Billiganbieter dauerhaft stand.

Bewegung in die Branche brachte der Newcomer Norwegian. Seit 2013 verbindet die Airline Oslo und Stockholm mit New York, Anfang dieses Jahres erfolgte die nächste Attacke: Bereits ab 65 US-Dollar wolle man Flüge über den Atlantik anbieten. Und auch die Strecke Gatwick – Singapur wurde inzwischen in den Flugplan aufgenommen. Die aufgescheuchte Branche reagierte: Ryanair will zwar keine eigenen Langstreckenflüge durchführen, plant aber eine Zusammenarbeit mit Norwegian als deren Zubringer. IAG, die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, plant mit der neuen Marke Level Low-Cost-Langstreckenflüge ab Barcelona. Und auch AirFrance-KLM will mit Boost ein entsprechendes Angebot auf den Markt bringen. Die Kampfpreise sollen vor allem durch eine neue Flugzeug-Generation möglich werden. Für Norwegian umgerüstete, effiziente Boeing 737-Jets, die ursprünglich für die Mittelstrecke gebaut wurden, sollen den Sprung über den großen Teich nun ohne Tankstopp schaffen. Hinzu kommen die bekannten Sparmaßnahmen: viele Sitze, wenig Service und Flugziele in der Provinz. Das Norwegian-Ziel Steward International etwa liegt 90 Minuten von New York City entfernt.

Sparen an den Extras

Die Basis-Tarife der Low-Coster enthalten meist weder ein Gepäckstück noch Verpflegung – bei beidem dürfte der Verzicht deutlich schwerer fallen als auf der Kurz- und Mittelstrecke. Um profitabel arbeiten zu können, müssen die Maschinen zudem eine hohe Auslastung aufweisen. Dies ist in Deutschland mit seiner dezentralen Struktur deutlich schwieriger zu erreichen als in Paris oder London. Norwegian stellte zwar öffentlich Überlegungen an, auch Langstreckenflüge aus Deutschland anzubieten, offiziell ist das jedoch noch nicht. Die Fluggesellschaft Wow Air bietet bereits Verbindungen an, diese sind jedoch immer mit einem zeitraubenden Zwischenstopp in Island verbunden.

Langstreckenflüge sind logistisch eine äußerst komplexe Angelegenheit. Es sind weniger Umläufe pro Tag möglich, die Crews müssen am Zielort Ruhepausen einlegen und untergebracht werden. Hier geht viel Einsparpotenzial der Low-Coster verloren. Nicht zuletzt wird versucht, durch Tricks bei der Beschäftigung die Personalkosten weiter zu drücken. Ob die niedrigen Kampfreise dauerhaft gehalten werden können oder eher ein PR-Gag sind, bleibt abzuwarten. Durch das Hinzubuchen der gewohnten Extras sind die Kosten sowieso schnell gar nicht mehr so weit entfernt von den Tarifen der großen Airlines – nur ohne den gewohnten Komfort, der das Fliegen doch eigentlich so besonders macht.